Wie Beleuchtung den Schlaf beeinflusst: Was Sie in diesem CPD-Kurs lernen
- Good Light Group

- vor 1 Tag
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Schlaf ist grundlegend für unsere Gesundheit, Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden — wird jedoch zunehmend durch unser tägliches Verhalten sowie durch die Art und Weise, wie wir unsere Gebäude gestalten und beleuchten, beeinträchtigt. Dieser von CIBSE anerkannte CPD-Kurs untersucht die Wissenschaft des Schlafs, unsere innere Uhr und wie integratives Lichtdesign aktiv gesündere Schlaf-Wach-Rhythmen unterstützen kann.

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Schlaf verstehen: mehr als nur „abschalten“
Ein klarer Überblick darüber, was Schlaf eigentlich ist, unterteilt in seine Hauptphasen:
Phase 1 – Einschlafphase (5–10 Minuten):
Der Übergang zwischen Wachsein und Schlaf. Die Muskeln entspannen sich, die Augen bewegen sich langsam, und wir reagieren noch empfindlich auf Geräusche.
Phase 2 – Leichtschlaf (10–25 Minuten):
Die Gehirnaktivität und Herzfrequenz verlangsamen sich, die Körpertemperatur sinkt, und wir können noch leicht geweckt werden.
Phase 3 – Tiefschlaf (20–40 Minuten):
Die erholsamste Phase des Schlafs. Wir reagieren kaum noch auf Geräusche, langsame Gehirnwellen dominieren, und der Körper konzentriert sich auf körperliche Regeneration, Gewebereparatur und die Ausschüttung von Wachstumshormonen.
REM-Schlaf – paradoxer Schlaf (20–40 Minuten):
Gekennzeichnet durch schnelle Augenbewegungen, lebhafte Träume und Muskelentspannung. Diese Phase spielt eine entscheidende Rolle bei der Gedächtnisbildung und emotionalen Verarbeitung.
Das Verständnis dieser Phasen, ihrer Abfolge und Zusammenhänge hilft zu erklären, warum sowohl die Quantität als auch die Qualität des Schlafs für die Gesundheit entscheidend sind.
Unsere innere Uhr und die Rolle des Lichts
Ein zentraler Bestandteil des Kurses ist die innere Uhr des Körpers, der sogenannte zirkadiane Rhythmus. Diese Uhr wird hauptsächlich durch den externen 24-Stunden-Licht-Dunkel-Zyklus synchronisiert, der als photischer Zeitgeber bekannt ist.
Tageslicht, das in die Augen fällt, sendet Signale an die zentrale Uhr im Gehirn — den suprachiasmatischen Nukleus (SCN) — der Körperfunktionen und die Hormonproduktion über den Tag hinweg steuert. Zusätzlich beeinflussen nicht-photische Zeitgeber wie Schlafgewohnheiten, körperliche Aktivität, soziale Interaktionen und Essenszeiten unsere Rhythmen über periphere und zelluläre Oszillatoren.
Warum Innenbeleuchtung oft gegen uns arbeitet
Moderne Innenräume bieten häufig tagsüber zu wenig und abends zu viel Licht. Dieses Ungleichgewicht kann die zirkadiane Synchronisation stören, die Schlafqualität beeinträchtigen und sich negativ auf Gesundheit und Wachsamkeit auswirken.
Der Kurs führt die melanopische äquivalente Tageslichtbeleuchtungsstärke (m-EDI lux) ein — eine Kennzahl, die beschreibt, wie Licht das Melanopsin-System im Auge beeinflusst, welches entscheidend für die zirkadiane Regulation ist.
Wie „gutes Licht“ aussieht
Basierend auf aktueller Forschung werden praktische m-EDI-Zielwerte vorgestellt:
Tagsüber:Mindestens 250 m-EDI Lux (vertikal), um Wachheit und zirkadiane Synchronisation zu unterstützen
Abends (mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen):Maximal 10 m-EDI Lux (vertikal), damit sich der Körper auf den Schlaf vorbereiten kann
Schlafumgebung:So dunkel wie möglich, mit maximal 1 m-EDI Lux (vertikal)
Die Einheit m-EDI Lux wird im CPD-Kurs definiert.
Integratives Lichtdesign in der Praxis
Der CPD-Kurs stellt das Integrative Lichtdesign vor, das sowohl berücksichtigt:
Visuelle Bedürfnisse (Sehen und Aufgabenleistung)
Nicht-visuelle Effekte (zirkadiane Regulation, Schlaf und Wohlbefinden)
Anhand eines strukturierten Designprozesses und realer Fallstudien zeigt der Kurs, wie Beleuchtungslösungen sowohl visuellen Komfort als auch biologische Bedürfnisse erfolgreich unterstützen können.
Wichtige Erkenntnisse
Am Ende des Kurses werden die Teilnehmenden verstehen, dass:
Schlaf entscheidend für langfristige Gesundheit und Wohlbefinden ist
Licht weit mehr als nur Sehen ermöglicht — es steuert unsere innere Uhr
Schlechte Innenbeleuchtung Schlaf und zirkadiane Rhythmen stören und die Gesundheit beeinträchtigen kann
Integratives Lichtdesign sowohl visuelle als auch zirkadiane Anforderungen unterstützen kann
Gut geplante Projekte zeigen, dass dieser Ansatz in der Praxis umsetzbar ist
Dieser CPD-Kurs bietet wertvolle Einblicke für alle, die im Bereich Gebäudedesign, Beleuchtung oder Nutzerwohlbefinden tätig sind — und vermittelt praxisnahes Wissen zur Gestaltung gesünderer Innenräume durch bessere Beleuchtung.
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