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Von Energieeinsparungen bis zur menschlichen Gesundheit: Warum „gutes Licht“ wichtiger ist denn je

Eine Zusammenfassung des Artikels von Jan Denneman und Dave Hollingsbee, veröffentlicht in Arc, einem Magazin für Architekten und Innenarchitekten.


Seit Jahren konzentriert sich die Beleuchtungsbranche auf drei zentrale Ziele: Funktionalität, Design und Nachhaltigkeit. Wir haben bemerkenswerte Fortschritte bei der Energieeffizienz, der Kreislaufwirtschaft in der Produktion und intelligenten Lichtsteuerungen erzielt. Doch es gibt eine vierte Dimension, die ebenso viel Aufmerksamkeit verdient: Schlaf, Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen.



Foto von copernico auf Unsplash


Eines der überzeugendsten Argumente liefert die sogenannte „3-30-300-Regel“. Sie zeigt, dass Unternehmen typischerweise etwa 3 € für Betriebskosten, 30 € für Flächenkosten und 300 € für Mitarbeitende pro Quadratfuß Gebäudefläche ausgeben. Während Beleuchtung häufig anhand von Energieeinsparungen bewertet wird, kann ihr größter finanzieller Einfluss tatsächlich in ihrer Wirkung auf die Beschäftigten liegen. Bereits eine Steigerung der Produktivität oder eine Verringerung von Fehlzeiten um nur 1 % kann jährlich Hunderttausende Euro einsparen – und damit die typischen Energiekosten der Beleuchtung deutlich übertreffen.


Jüngste Erkenntnisse aus der Chronobiologie unterstützen diese Sichtweise. Forschende haben gezeigt, dass Licht weit mehr tut, als nur das Sehen zu ermöglichen: Es reguliert unsere innere Uhr, die Schlafqualität, die Wachsamkeit und unsere allgemeine Gesundheit. Moderne Lebensweisen in Innenräumen führen oft dazu, dass wir tagsüber zu wenig Tageslicht und abends zu viel künstlichem Licht ausgesetzt sind. Dadurch werden natürliche zirkadiane Rhythmen gestört. Die Folgen können schlechterer Schlaf, geringere Konzentrationsfähigkeit und eine niedrigere Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz sein.


Wir haben das Konzept einer „Lichtdiät“ eingeführt und die Lichtexposition mit Ernährung verglichen. So wie eine gesunde Ernährung das körperliche Wohlbefinden unterstützt, spielen auch Qualität, Intensität und Zeitpunkt der Lichtexposition eine entscheidende Rolle für die menschliche Gesundheit. Das bedeutet, dass Beleuchtung nicht länger als reine Hintergrundinfrastruktur betrachtet werden sollte, sondern als aktiver Beitrag zu Wohlbefinden und Produktivität.


Wir setzen uns für einen besseren Zugang zu natürlichem Tageslicht sowie für elektrische Beleuchtung ein, die einen Mangel an Tageslicht ausgleichen kann. Gleichzeitig möchten wir Architekt:innen, Designer:innen, Projektentwickler:innen und politische Entscheidungsträger:innen dazu ermutigen, über die reine Einhaltung von Vorschriften und Energiekennzahlen hinauszugehen und stattdessen messbare Auswirkungen auf den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.


Letztlich ist die Botschaft klar: Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, den Energieverbrauch zu senken. Wirklich nachhaltige Gebäude müssen auch die Gesundheit, Resilienz und Leistungsfähigkeit der Menschen fördern, die sie nutzen. Die Herausforderung für die Branche besteht heute nicht mehr darin, ob gesündere Beleuchtung möglich ist – sondern darin, dieses neue Kapitel der Beleuchtungsindustrie aktiv zu gestalten.


Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen

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