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So überstehen Sie die Sommerzeit

Die Sommerzeit sorgt für längere, hellere Abende, kann jedoch auch unsere innere Uhr aus dem Gleichgewicht bringen. Selbst Wochen nach der Zeitumstellung fühlen sich viele Menschen noch müder als sonst, haben Schwierigkeiten einzuschlafen oder kommen morgens nur schwer aus dem Bett.


Der Grund ist einfach: Unsere innere Uhr wird in erster Linie durch Licht gesteuert. Wenn die Uhr um eine Stunde vorgestellt wird, ändert sich unser sozialer Zeitplan über Nacht – unsere innere Uhr jedoch nicht. Sie braucht Zeit und die richtigen Lichtsignale, um sich anzupassen.




Eine der besten Möglichkeiten, sich an die Sommerzeit anzupassen, ist, morgens möglichst viel Licht zu bekommen. Das Morgenlicht ist das stärkste Signal für Ihren Körper, dass der Tag begonnen hat. Versuchen Sie deshalb, direkt nach dem Aufstehen nach draußen zu gehen. Ein kurzer Spaziergang, das Frühstück auf der Terrasse oder der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad können bereits einen großen Unterschied machen.


Forschungsergebnisse zeigen, dass die meisten Erwachsenen tagsüber mindestens 500 Lux auf Augenhöhe benötigen, um die Wachheit zu fördern und die innere Uhr zu regulieren. Tageslicht im Freien überschreitet diesen Wert selbst an einem bewölkten Tag deutlich. Wenn Sie keine Möglichkeit haben, Zeit im Freien zu verbringen, setzen Sie sich möglichst nah an ein Fenster oder nutzen Sie eine helle, hochwertige elektrische Beleuchtung, um in den ersten Stunden des Tages etwa 500 Lux auf Augenhöhe zu erreichen.


Die Herausforderung der Sommerzeit besteht darin, dass Ihr Körper möglicherweise noch nach dem alten Zeitplan funktioniert. Wenn Sie normalerweise um 22:00 Uhr schlafen gehen, empfindet Ihr Körper dies vielleicht erst als 21:00 Uhr. Deshalb fühlen Sie sich möglicherweise noch nicht müde, obwohl Sie eigentlich ins Bett gehen möchten.


Das helle Tageslicht am späten Abend kann diese Umstellung zusätzlich erschweren. Helles Licht am Abend signalisiert Ihrem Körper, dass es noch Tag ist. Dadurch verschiebt sich Ihre innere Uhr und die natürlichen Prozesse, die Ihren Körper auf den Schlaf vorbereiten, werden verlangsamt. Die Folge können Einschlafprobleme, eine schlechtere Schlafqualität und stärkere Müdigkeit am nächsten Tag sein.


Damit sich Ihr Körper optimal auf den Schlaf vorbereiten kann, sollte die Umgebung in den letzten drei Stunden vor dem Zubettgehen möglichst dunkel sein. Schließen Sie Vorhänge oder Rollläden, dimmen Sie die Innenbeleuchtung, vermeiden Sie helle Bildschirme und aktivieren Sie auf Ihren Geräten den Nachtmodus. Idealerweise sollte die Beleuchtungsstärke in den letzten Stunden vor dem Schlafengehen unter 10 Lux auf Augenhöhe liegen. Eine dunklere Abendumgebung ermöglicht Ihrem Körper, Melatonin auf natürliche Weise zu produzieren und sich auf einen erholsamen Schlaf vorzubereiten.


Die meisten Menschen passen sich innerhalb weniger Wochen an die Sommerzeit an. Sie können diesen Prozess beschleunigen, indem Sie eine einfache Regel befolgen: morgens so viel Licht wie möglich und abends so wenig Licht wie möglich.


Die Sommerzeit verändert die Uhr – gutes Licht hilft Ihrem Körper, Schritt zu halten.


Das richtige Licht zur richtigen Zeit unterstützt besseren Schlaf, mehr Energie, eine bessere Stimmung und ein gesünderes Leben.

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